Dachverbund Sommertreffen in Berlin - Zeit, als Gruppe neue Möglichkeiten zu erschließen

Ende Juni kamen zum ersten Mal alle fünf Partnerbetriebe unseres Dachverbunds für zwei Tage persönlich zusammen – gemeinsam mit der erweiterten Führungsriege aus Bauleitern und Büroleitung. Treffpunkt: Berlin.

Der Gedanke dahinter war einfach, aber wirkungsvoll: Je besser wir uns als Gruppe kennen, desto mehr können wir voneinander lernen. In einer Branche, in der jeder Betrieb tagtäglich vor ähnlichen Herausforderungen steht – von Fachkräftemangel bis Digitalisierung – ist der direkte Austausch mit Kollegen, die dieselbe Sprache sprechen, kaum zu ersetzen.

Philipp Spögler (Dachverbund) zum Sommer-Event:  "Uns war wichtig, dass sich die Betriebe nicht nur auf dem Papier als Gruppe verstehen, sondern sich auch persönlich kennen und vertrauen. Genau das war das Ziel dieser zwei Tage."

Drei Themen, die uns aus diesen zwei Tagen besonders im Gedächtnis geblieben sind:

1. Von der Theorie in die Praxis – KI zum Anfassen

Ein Experte hat uns zunächst die grundsätzlichen Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Dachdeckerhandwerk vorgestellt. Richtig greifbar wurde es aber, als Torsten Habedank zeigte, was bei ihm im Betrieb bereits im Alltag läuft: ein Voice Agent, der den klassischen Anrufbeantworter ersetzt und Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten zuverlässig entgegennimmt, sowie KI-Unterstützung bei der Angebotserstellung – inklusive automatisch generierter Visualisierungen anhand von Projektbildern.

Torsten Habedank über seine Initiativen mit KI: "Als ich angefangen habe, mich mit KI zu beschäftigen, ging es mir vor allem darum, dass kein Anruf mehr verloren geht, wenn wir auf der Baustelle sind. Mittlerweile spart mir das jede Woche mehrere Stunden – und die Kunden merken den Unterschied gar nicht."

Für uns als Gruppe war das ein Beleg dafür, wie viel mehr man mitnehmen kann, wenn ein Betrieb eine Lösung bereits erfolgreich im eigenen Alltag getestet hat – statt nur über theoretische Möglichkeiten zu sprechen.

2. Mitarbeitergewinnung ist Teamsport

Ob Azubi-Suche oder die Besetzung von Fachkräftestellen: Die Herausforderungen bei der Mitarbeitergewinnung sind in allen fünf Betrieben erstaunlich ähnlich. Im Austausch entstanden konkrete Ideen – etwa ein Azubi-Tausch zwischen den Betrieben, um jungen Kolleginnen und Kollegen unterschiedliche Einblicke zu ermöglichen, sowie der Wunsch nach einer gemeinsamen Recruiting-Strategie und abgestimmten Vergütungsmodellen

Laura Kümpel (Schmidt GmbH) zum Austausch: "Wir kämpfen alle mit denselben Problemen bei der Azubi-Suche. Zu sehen, wie andere Betriebe das lösen, hat mir direkt zwei, drei Ideen mitgegeben, die ich bei uns ausprobieren will."

Klar wurde: Wo einzelne Betriebe an Kapazitätsgrenzen stoßen, kann die Gruppe als Ganzes mehr erreichen.

3. Der informelle Austausch zählt mindestens genauso

Nicht jede wertvolle Erkenntnis entsteht am Konferenztisch. Ob bei der Betriebsbesichtigung bei Thomas Rüdiger, dem gemeinsamen Rundgang auf der Baustelle oder abends bei einer Floßfahrt über die Spree – gerade die Gespräche zwischen Tür und Angel haben oft den größten Mehrwert gebracht.

Thomas Rüdiger über den Besuch in seinem Betrieb: "Es war das erste Mal, dass ich alle Kollegen aus dem Dachverbund bei mir im Betrieb hatte. Genau für solche Momente lohnt sich der Zusammenschluss – man merkt, dass man nicht allein unterwegs ist."

Das Sommertreffen war für uns ein gutes Beispiel dafür, wie viel man von den Erfahrungen im eigenen Kreis lernen kann – oft mehr als von externen Vorträgen oder Studien. Im Winter geht es weiter, dann vermutlich in den Süden – mit Weiterfahrt in die Berge.

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